Gemeinsam. Digital. Souverän.

Sozialversicherungen rüsten sich mit openDesk für den Krisenfall

Kickoff für das neue Projekt „Cloudbasierte Kommunikation im Krisenfall“ (CKKI). Dort testen die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV), die Bundesagentur für Arbeit, BITMARCK und BG-Phoenics die souveräne Office- und Kollaborationssuite openDesk für die Kommunikation im Krisenfall. Das ZenDiS steuert das Projekt, durchgeführt wird es mit den Verbundpartnern IONOS, STACK-IT und T-Systems. Die Ergebnisse werden direkt in die europäische 8ra-Initiative einfließen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE).

Bochum/Berlin, 21.01.2026. Die digitale Zusammenarbeit ist der Dreh- und Angelpunkt modernen Verwaltungshandelns. Fällt sie aus, steht die Behörde still. Im neuen Pilotprojekt „Cloudbasierte Kommunikation im Krisenfall (CKKI)“ testen die Deutsche Rentenversicherung Bund und weitere Sozialversicherer die Office- und Kollaborationssuite openDesk des Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS). Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) fördert das Projekt von Januar bis April 2026.

Digitale Dienste sind neben Wasser, Strom und Verkehrswegen zu einer weiteren kritischen Infrastruktur geworden. Um für einen Krisenfall – beispielsweise einen Ausfall oder eine Kompromittierung bestehender digitaler Systeme – gewappnet zu sein, bedarf es eines weiteren Kommunikationswegs: Die souveräne Office- und Kollaborationssuite openDesk des Zentrum für Digitale Souveränität wird als Notfallarbeitsplatz etabliert. OpenDesk ist eine vollumfängliche digitale Arbeitsplatzlösung auf Open-Source-Basis. Sie enthält klassische Funktionen wie E-Mail, Kalender, Kontakte, Aufgaben- und Projektmanagement, Video- und Chatfunktionen sowie Notizen- und Wissensdatenbanken. OpenDesk ist Browser-basiert. Nutzende können sich jederzeit und von überall über ein sicheres Log-in anmelden und miteinander arbeiten.

Konkret werden vier openDesk-Instanzen für die Deutsche Rentenversicherung Bund, die Bundesagentur für Arbeit, die BITMARCK Holding GmbH und die BG-Phoenics GmbH installiert. In Szenarien werden Interoperabilität, Konnektivität und der übergreifende Nutzen unterschiedlicher Cloudinfrastrukturen exemplarisch erprobt. Alexander Pockrandt, Geschäftsführer des Zentrum Digitale Souveränität, sagt: „openDesk beweist sich auch in Extremsituationen als zuverlässige Arbeitsplatzlösung. Die Flexibilität unserer Lösung führt dazu, dass der Betrieb kritischer Infrastruktur auch im Krisenfall unterstützt wird.“

Das Projekt wird vom ZenDiS gesteuert und gemeinsam mit den Verbundpartnern IONOS, STACKIT und T-Systems umgesetzt. Unterstützt wird das Vorhaben durch die Deutsche Rentenversicherung Bund, die Bundesagentur für Arbeit, BITMARCK Holding GmbH und der BG-Phoenix GmbH.

Die Projektlaufzeit erstreckt sich von Januar bis April 2026. Die Beteiligten möchten das Projekt außerdem skalieren: Die Erkenntnisse fließen direkt in die 8ra Initiative ein. Diese hat zum Ziel, eine sichere und souveräne Cloud- und Edge-Infrastruktur in Europa aufzubauen, in der verschiedene Anbieter problemlos zusammenarbeiten können. Harald Joos, Cloudbeauftragter Deutsche Rentenversicherung Bund, führt aus: „Mit dem Einsatz von openDesk erhöhen wir unsere Resilienz und stärken gleichzeitig die Digitale Souveränität. Zugleich zeigen wir unseren europäischen Partnern, dass souveräne Cloud-Infrastruktur auch auf EU-Ebene erfolgreich eingesetzt werden kann.“

Über das ZenDiS

Das Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) wurde 2022 durch die Bundesregierung gegründet. Als Kompetenz- und Servicezentrum unterstützt das ZenDiS die Öffentliche Verwaltung auf Ebene von Bund, Ländern und Kommunen dabei, ihre Handlungsfähigkeit im digitalen Raum langfristig abzusichern – vor allem, indem kritische Abhängigkeiten von einzelnen Technologieanbietern aufgelöst werden. Dazu konzentriert sich das ZenDiS in der ersten Ausbaustufe darauf, den Einsatz von Open-Source-Software in der Öffentlichen Verwaltung voranzutreiben. Das ZenDiS ist eine GmbH und liegt derzeit zu 100 Prozent in der Hand des Bundes. Die Beteiligungsführung liegt beim Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS). Sitz des ZenDiS ist Bochum.

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Porträt Lutz Niemeyer

Lutz Niemeyer

Kommunikationsmanager