Gemeinsam. Digital. Souverän.

Smart Country Convention 2026

Auf Smart Country Convention (SCCON) dreht sich vom 13. – 15. Oktober 2026 erneut alles um die Digitalisierung des öffentlichen Sektors. Auch das ZenDiS ist in diesem Jahr wieder dabei: Unter dem Motto #WirMachenSouverän nehmen wir in diesem Jahr vor allem das "Wir" in den Fokus. Neben Neuheiten rund um unsere Angebote openCode und openDesk stellen wir an unserem Messestand zentrale Hebelprojekte für Digitale Souveränität im Staat vor, an denen wir gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten. An Demostationen und auf der eigenen Standbühne zeigen wir die Community, die hinter dem "Wir" steht und sich gemeinsam mit uns für eine souveräne und zukunftsfähige Öffentliche Verwaltung einsetzt.

#WirMachenSouverän: Digitale Souveränität im Ökosystem stärken

Wer souverän digitalisieren will, erreicht gemeinsam mehr: Auf der SCCON 2026 stelllen wir erfolgreiche Kooperationen rund um die Digitale Souveränität in den Mittelpunkt.

openCode

Partnerschaften für eine sichere Softwarelieferkette

openCode ist mit mehr als 13.000 Nutzenden und über 5.700 Projekten nicht nur die zentrale Plattform für die gemeinsame Entwicklung, den Austausch und die Nachnutzung von Open-Source-Software, sondern steuert mit dem Ausbau sicherer Softwarelieferketten für die Verwaltung (u. a. gemäß der Vorgaben des Cyber Resilience Acts und der Deutschen Verwaltungscloud) und der Weiterentwicklung zur DevSecOps-Referenzplattform für den Deutschland-Stack wichtige Infrastrukturkomponenten für eine souveräne Digitalisierung des Staates bei. Auf der SCCON geben wir Einblicke in das Programm Secure Government Container Initiative (SGCI), in dessen Rahmen gehärtete Basiskomponenten (Container-Images) für die Öffentliche Verwaltung erzeugt und bereitgestellt werden. Ebenfalls im Fokus: Die openCode Security Suite. Sie unterstützt Entwickler:innen dabei, sicherheitsrelevante Funktionen direkt standardisiert in die Entwicklung einzubinden und prüfen zu lassen.

openDesk

Innovationen und Expertise eines ganzen Ökosystems

Die souveräne Office- und Kollaborationssuite bringt bewährte Lösungen von etablierten Open-Source-Unternehmen aus Deutschland und Europa in einem leistungsfähigen Angebot zusammen. Dieses Ökosystem wird zukünftig um eine Betreiber-Community aus öffentlichen IT-Dienstleistern, Cloud-Anbietern und Systemintegratoren erweitert, die die starke Nachfrage nach openDesk bedienen und die Suite in die Fläche bringen. Zudem zeigen wir, welche Rolle openDesk in der Modernisierungsagenda Bund und Föderal spielt, wie openDesk als Notfallarbeitsplatz greift – Stichwort Cloud-basierte Kommunikation im Krisenfall – und wie der Fahrplan für besondere Sicherheitsanforderungen, KI sowie die Öffnung für weitere Komponenten aussieht. Wer openDesk live erleben will, hat die Möglichkeit die souveräne Arbeitsplatzlösung an unserem Messestand zu testen.

Kriterien für Digitale Souveränität

Grundlage für strategisches Souveränitätsmanagement

Abhängigkeiten identifizieren, Risiken verlässlich bewerten, Beschaffung strategisch ausrichten: Für all das braucht es eine verlässliche Datengrundlage. Auf der SCCON 2026 stellen wir einen umfassenden Kriterienkatalog für Digitale Souveränität vor. Dieser soll die Basis bilden für ein systematisches Messmodell mit konkreten Prüffragen und Nachweisen – den Souveränitätscheck. Betrachtet wird neben digitalen Diensten und Infrastruktur auch die Handlungsfähigkeit öffentlicher Einrichtungen insgesamt. Der Kriterienkatalog ist in einem offenen Dialog mit Expert:innen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft entstanden. Mehr Informationen gibt es unter https://souveränitätscheck.de/

ZenDiS auf der Bühne

13. Oktober 2026
11:00 Uhr
Panel mit dem Auswärtigen Amt & Julian Schauder (ZenDiS)

Digitale Souveränität: Wie wir Deutschlands Resilienz und Sicherheit stärken

Green Stage, Halle 25

13. Oktober 2026
13:00 Uhr
Panel mit Alexander Smolianitski (ZenDiS), William Schmitt (VITAKO), Martin Schallbruch (govdigital), Marco Anschütz (CIO Mecklenburg-Vorpommern) & Guido Gehrt (Behörden Spiegel | Moderation)

Ökosystem Digitale Verwaltung – Föderalismus als Feature

Eine souveräne, leistungsfähige digitale Verwaltung gelingt nicht durch einen einzelnen Akteur, sondern nur als Zusammenspiel eines föderalen Ökosystems. Im gemeinsamen Panel von VITAKO und Govdigital diskutieren Vertreter:innen der kommunalen IT-Dienstleister, der Genossenschaft Govdigital, des Bundes und der Länder, welchen Beitrag ihre Organisationen leisten – von der kommunalen IT-Dienstleistung über genossenschaftliche Kooperation und gemeinsame Plattformen bis zur föderalen Steuerung. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie diese Bausteine zu einem kohärenten, interoperablen Ökosystem statt zu einem Flickenteppich zusammenwachsen.

VITAKO-Stand (Nr. 406, hub27)

13. Oktober 2026
14:45 Uhr
Leonhard Kugler (ZenDiS)

openCode: Die souveräne Softwarelieferkette des Staates sichern

Eine verlässliche digitale Infrastruktur ist Voraussetzung für einen handlungsfähigen Staat. Mit openCode (www.openCode.de) entwickelt das Zentrum Digitale Souveränität (ZenDiS) einen wesentlichen Baustein für eine souveräne öffentliche Softwarelieferkette: Behörden können Software auf openCode nicht nur veröffentlichen und gemeinsam weiterentwickeln, sondern die Software-Entwicklung zunehmend nachvollziehbar, sicher und standardisiert organisieren. Denn Digitale Souveränität entscheidet sich schon dort, wo Software entsteht: etwa beim Quellcode, bei Abhängigkeiten, Entwicklungswerkzeugen, Sicherheitsprüfungen und der Frage, wer die Softwarelieferkette kontrolliert. openCode bietet dazu automatisierte Qualitäts- und Sicherheitsprüfungen, vertrauenswürdige Softwareartefakte sowie Softwareverzeichnis und Entwicklungsumgebung, die bereits von ca. 6.000 Projekten genutzt werden. Wir zeigen, wie wir in einem gemeinsamen Ökosystem aus Verwaltung, Wirtschaft und Open-Source-Communities die öffentliche Softwarelieferkette verstehen, gestalten und im entscheidenden Moment verändern können.

Yellow Stage, Halle 26

13. Oktober 2026
15:00 Uhr
OSBA-Panel mit Impulsvortrag & Moderation von Mathias Renner (Civitas Connect) | Panel-Gäste: Julian Schauder (ZenDiS) & Sascha Götz (Stadt Bamberg)

Open Source ist veröffentlicht. Aber wer hält es am Leben?

Eine offene Lizenz macht aus einem Projekt noch keine verlässliche digitale Infrastruktur. Wer setzt die Roadmap, sichert Qualität und Wartung – und wer finanziert das dauerhaft? Nach einem kurzen Impuls diskutieren wir mit Akteuren aus öffentlicher Hand und Open-Source-Ökosystem: Wie kann Governance Verantwortung und Investitionen bündeln, ohne neue Abhängigkeiten zu schaffen? Gesucht ist ein Modell, das die öffentliche Hand zum Souverän macht, Dienstleistern fairen Wettbewerb eröffnet und erfolgreiche Lösungen über föderale Grenzen hinweg skalierbar macht. Das Publikum diskutiert mit.

Open Source Park, Halle 25 (Stand-Nr. 500)

13. Oktober 2026
16:30 Uhr
Alexandros Bouras (ZenDiS)

openCode: vom Softwareverzeichnis zur DevSecOps-Referenzplattform für den D-Stack

Auf openCode können Behörden Open-Source-Software austauschen und gemeinsam entwickeln. Die openCode Security Suite verankert IT-Sicherheit automatisiert und optimiert im Softwareentwicklungsprozess und macht die Bewertung von Software anhand standardisierter Kriterien nachvollziehbar. Alexandros Bouras (ZenDiS) zeigt, welchen Beitrag openCode zu einem sicheren Softwareentwicklungsprozess (sSDLC/ DevSecOps) im Kontext des Deutschland-Stacks leistet – als wichtige Infrastrukturkomponente für die souveräne Digitalisierung des Staates.

BMDS-Stand (Nr. 501, hub27)

14. Oktober 2026
11:15 Uhr
Pamela Krosta-Hartl (ZenDiS) & Alexander Smolianitski (ZenDiS)

Digitale Souveränität in die Fläche bringen: Vom Produkt zum Ökosystem

Digitale Souveränität entsteht nicht allein durch Produkte, die kritische Abhängigkeiten reduzieren, sondern erst durch ein verlässliches Ökosystem aus IT-Anbietern, die bei Hosting, Migration oder Integration unterstützen. Das Zentrum Digitale Souveränität (ZenDiS) übernimmt dabei eine orchestrierende Rolle: Es setzt gemeinsame Standards, schafft Strukturen zur Zusammenarbeit und ermöglicht der Öffentlichen Verwaltung, aus einem vielfältigen Angebot souveräner Lösungen und Services zu wählen. Die Office- und Kollaborationssuite openDesk des ZenDiS ist ein Beispiel für dieses Modell: Rund um openDesk entsteht aktuell ein Netzwerk aus Betriebs- und Vertriebspartnern, das unterschiedliche Bezugs- und Betriebsmodelle ermöglicht. So wird aus einem Open-Source-Produkt ein skalierbares Angebot für die Öffentliche Verwaltung. Wir zeigen, wie das ZenDiS Produkt-Ökosysteme gestaltet und welche Prinzipien sich daraus ableiten lassen, um Digitale Souveränität über einzelne Lösungen hinaus zu skalieren.

PLAZA Stage, hub27

14. Oktober 2026
11:55 Uhr
Panel mit Leonhard Kugler (ZenDiS) & Marcel Lotz (Sovereign Tech Agency) | Moderation: Felix Ansmann (Bitkom)

Der Staat als Partner: Welche Verantwortung trägt der Staat im Open Source Ökosystem?

Das Panel ist Teil des Bitkom-Tracks "Open Source als Ökosystem: Wie Staat und Wirtschaft resiliente digitale Infrastruktur bauen". Leonhard Kugler, Marcel Lotz und Felix Ansmann (Moderation) diskutieren gemeinsam, welche Rolle und Verantwortung der Staat im Open-Source-Ökosystem trägt und mit welchen Instrumenten er zum aktiven Teilnehmer im Ökosystem wird.

Purple Stage, Halle 26

14. Oktober 2026
13:15 Uhr
Alexander Smolianitski (ZenDiS) & Paula Hemker (genua)

VS–NfD–konform mobil arbeiten: Sicherheit, die Freiraum schafft

Mobiles Arbeiten gehört heute in vielen Organisationen zum Arbeitsalltag. Der VS-NfD-konforme Umgang mit vertraulichen Dokumenten stellt jedoch besondere Anforderungen an die eingesetzten Lösungen. Der Vortrag zeigt, welche Herausforderungen regulatorische Vorgaben mit sich bringen und wie moderne, BSI-zugelassene Ansätze Sicherheit, Flexibilität und effizientes Arbeiten erfolgreich miteinander verbinden.

Bundesdruckerei-Stand (Nr. 203, hub27)

14. Oktober 2026
16:30 Uhr
Malin Roppel (ZenDiS) & Torsten Peters (Schwarz Digits)

Krisentauglich: openDesk als Notfallarbeitsplatz

Ransomware oder DDoS-Angriffe können Verwaltungen binnen Stunden lahmlegen. Im EU-geförderten Verbundprojekt CKKI haben die Deutsche Rentenversicherung Bund, die Bundesagentur für Arbeit, BITMARCK und BG-Phoenics gemeinsam mit Schwarz Digits, IONOS, T-Systems und dem ZenDiS erprobt, ob und wie openDesk als Notfallarbeitsplatz eingesetzt werden kann. Das Ergebnis: openDesk hat sich in Notfalltests unter Realbedingungen als krisentauglich erwiesen, auch die Migration zwischen Cloud-Infrastrukturen gelang. Im anschließenden Konsultationsprozess wurden die Anforderungen an openDesk als Notfallarbeitsplatz geschärft.

Schwarz Digits Stand (Nr. 202, hub27)

15. Oktober 2026
10:00 Uhr
Alexandros Bouras (ZenDiS) & Markus Michels (mgm technology partners)

openCode: vom Softwareverzeichnis zur DevSecOps-Referenzplattform für den Deutschland-Stack

Auf openCode können Behörden Open-Source-Software austauschen und gemeinsam entwickeln. Die openCode Security Suite verankert IT-Sicherheit automatisiert und optimiert im Softwareentwicklungsprozess und macht die Bewertung von Software anhand standardisierter Kriterien nachvollziehbar. Alexandros Bouras (ZenDiS) zeigt, welchen Beitrag openCode zu einem sicheren Softwareentwicklungsprozess (sSDLC/ DevSecOps) im Kontext des Deutschland-Stacks leistet – als wichtige Infrastrukturkomponente für die souveräne Digitalisierung des Staates. Im Gespräch mit Markus Michels (mgm) wird greifbar, was das für die Entwicklung von Fachverfahren in der Praxis bedeutet.

mgm-Stand (Nr. 112, hub27)

15. Oktober 2026
11:00 Uhr
Dr. Lea Beiermann (ZenDiS)

Souveränitätscheck: Ein systematisches Messmodell für Digitale Souveränität

Wie kann eine Verwaltung ihre Digitale Souveränität stärken – und Fortschritt messbar machen? Um Behörden dabei zu unterstützen digitale Abhängigkeiten zu erkennen und gezielt aufzulösen, hat das ZenDiS ein praxisnahes Bewertungsinstrument entwickelt: Der Souveränitätscheck verbindet technische und organisatorische Kriterien und bildet somit die Grundlage für ein strategisches Souveränitätsmanagement.

BMDS-Stand (Nr. 501, hub27)

15. Oktober 2026
11:00 Uhr

Open Source Preisverleihung

Der Open Source Wettbewerb richtet sich an Öffentliche Verwaltungen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene, die Open-Source-Software als Schlüssel zur digitalen Transformation ihrer Verwaltung nutzen. Ziel des Wettbewerbs ist es, wegweisende Projekte zu identifizieren, die durch den Einsatz von Open-Sourc-Softwaree die Effizienz, Transparenz und Nachhaltigkeit öffentlicher Prozesse steigern. Die teilnehmenden Verwaltungen präsentieren ihre innovativen Ansätze zur Optimierung von Verwaltungsabläufen für die Wettbewerbskategorien Fachverfahren, interne Verwaltungsanwendungen, Transformation und Künstliche Intelligenz. Auf der Smart Country Convention werden die Sieger:innen der vier Wettbewerbskategorien im Rahmen der Preisverleihung ausgezeichnet. Das ZenDiS unterstützt den Open Source Wettbewerb als ideeller Träger. Leonhard Kugler (Geschäftsführer ZenDiS) ist zudem Teil der Jury. Weitere Informationen: Website Open Source Wettbewerb

Green Stage, Halle 25

15. Oktober 2026
13:00 Uhr
Talk mit Leonhard Kugler (ZenDiS) | Moderation: Mira Oetzmann (Capgemini)

Gemeinsam souverän: Wie openCode und openDesk Europas digitale Verwaltung verbinden

Die Schweiz testet openDesk mit 172 Beschäftigten – und plant nun ein Folgeprogramm für 3.000 Arbeitsplätze. Was braucht es, damit aus einem Piloten belastbare Infrastruktur wird? Im Gespräch mit Leonhard Kugler, Geschäftsführer des ZenDiS, geht es um die strategischen Voraussetzungen für Skalierung: Governance zwischen Bund, Ländern und Kommunen, tragfähige Betriebs- und Finanzierungsmodelle sowie den Aufbau eines europäischen Ökosystems aus Verwaltungen, IT-Dienstleistern und Open-Source-Unternehmen. Die zentrale Frage: Wie wird aus einem deutschen Projekt eine gemeinsam getragene Digitale Souveränität für Europa?

Capgemini-Stand (Nr. 503, hub27)

15. Oktober 2026
13:15 Uhr
Dr. Lea Beiermann (ZenDiS)

Systematisch souverän: Ein Bewertungsinstrument für digitale Handlungsfähigkeit

Digitale Souveränität ist ein zentrales Ziel von Politik und Verwaltung. Bislang lassen sich der Status quo oder Fortschritte in diesem Bereich jedoch kaum bewerten – es fehlen definierte Kriterien. Modelle wie das EU Cloud Sovereignty Framework und das C3A des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bewerten Cloud-Souveränität, nicht aber die Handlungsfähigkeit von Behörden insgesamt. Das Zentrum Digitale Souveränität (ZenDiS) greift diese Ansätze auf und entwickelt sie zu einem umfassenden Bewertungsmodell für die Öffentliche Verwaltung weiter. Grundlage ist ein Kriterienkatalog des ZenDiS, der in einem offenen Konsultationsprozess geschärft wurde und sowohl technische Aspekte wie offene Standards, aber auch organisatorische wie Beschaffung und Strategie umfasst. Wir stellen mit diesen Kriterien ein praktisches Instrument vor, das Verwaltungen befähigt, digitale Abhängigkeiten zu analysieren und Entscheidungen für mehr Digitale Souveränität zu treffen.

Red Stage, hub 27

ZenDiS Standbühne

Tag 1 | 13. Oktober

11:30 Uhr
Gemeinsam sicher: Die Secure Government Container Initiative

Janou Feikens (Community Managerin openCode, ZenDiS)
Digitale Souveränität in der Verwaltung erfordert gemeinsame Infrastrukturen, Standards und Governance-Mechanismen für Transparenz, Sicherheit und nachhaltige Nachnutzung. Die Secure Government Container Initiative (SGCI), initiiert von ZenDiS und der Auslands-IT des Auswärtigen Amts, verfolgt genau diesen Ansatz. Mit container.gov.de entsteht innerhalb des openCode-Ökosystems erstmals eine gemeinsame Distributionsinfrastruktur für gehärtete Container-Images der Öffentlichen Verwaltung. Der Vortrag zeigt, wie dieser Community-getriebener Ansatz Ressourcen bündelt, Aufwände reduziert und ein einheitliches Vertrauensniveau schafft.

12:15 Uhr
openDesk – vom Produkt zum Ökosystem

Pamela Krosta-Hartl (Geschäftsführerin, ZenDiS) & Alexander Smolianitski (Leiter Produkte & Delivery, ZenDiS)
Vor zwei Jahren wurde openDesk auf der SCCON gelauncht. Seitdem verzeichnet die Suite rund 200.00 verkaufte Lizenzen, alle Bundesländer erproben openDesk, der Bund setzt sie im Rahmen seiner Modernisierungsagenda ein. Jetzt beginnt die Skalierung – und damit rückt das Ökosystem in den Fokus. Denn Open Source lebt nicht vom Produkt allein: Nachhaltige Nutzung und Weiterentwicklung brauchen Partner, Dienstleister und eine breite Anwenderbasis. Der Vortrag zeigt, wie das neue Partnerprogramm Behörden den Zugang zu qualifizierten Dienstleistern eröffnet – und warum sich openDesk nun auch für die Privatwirtschaft als Endabnehmer öffnet.

13:00 Uhr
Bye-bye Microsoft – Hello openDesk und OX App Suite!

Götz Wohlberg (Product Manager, Open-Xchange)
Viele Behörden wollen ihre Abhängigkeit von Microsoft reduzieren, fürchten jedoch Risiken bei Migration, Funktionalität und laufendem Betrieb. Der Vortrag zeigt, warum der Wechsel zu dem souveränen digitalen Arbeitsplatz openDesk möglich ist und wie Open-Xchange ihn unterstützt. Anhand konkreter Funktionen der OX App Suite und erfolgreicher Kundenprojekte zeigen wir, wie sich offene Technologien, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit verbinden lassen. Die zentrale Botschaft: Der Ausstieg aus Microsoft ist anspruchsvoll, aber mit der richtigen Technologie und einem erfahrenen Partner planbar und erfolgreich umsetzbar.

13:45 Uhr
Sichere Lieferketten für die Verwaltung – openCode DevGuard

Sebastian Kawelke (Co-Geschäftsführer, L3montree)
Software-Supply-Chain-Security ist keine Einzelleistung: Sie entsteht dort, wo Plattform, Projekte und Behörden zusammenarbeiten. Der Vortrag zeigt aus Sicht eines OSS-Projekts auf openCode, wie die Security Suite konkret nutzbar wird – von automatisch erzeugten SBOMs über kontinuierliches Schwachstellenmanagement bis zu Nachweisen über Herkunft und Integrität. Es werden die Schritte durchgegangen, die ein Team benötigt, um eigene Repos anzubinden, und was Maintainer:innen, Betreibende und Nachnutzende davon haben. Das Ergebnis: geteilte Sicherheitsarbeit statt paralleler Einzellösungen – die Basis eines sicheren, souveränen Ökosystems.

14:30 Uhr
Einführung von openDesk im THJV

Tilman Lüttje (openDesk Architekt, B1 Systems)
Der Vortrag gibt Einblicke in die laufende Einführung von openDesk im Thüringer Justizvollzug innerhalb der IT-Strukturen des Thüringer Landesrechenzentrums. Wir zeigen bereits umgesetzte und geplante Migrationsschritte und berichten über Herausforderungen gewachsener Behördenstrukturen. Ein Schwerpunkt liegt auf der über mehrere Jahre angelegten Migration und der dafür notwendigen Koexistenz von openDesk und Microsoft Exchange. Die gewonnenen Erkenntnisse und entwickelten Lösungen sollen als Blaupause für die schrittweise Migration weiterer Thüringer Behörden dienen.

15:15 Uhr
openDesk als souveräner Baustein für die Bundesverwaltung

Nils Masuch (Referat DSII4, Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung)
Der Vortrag zeigt aus Sicht des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS), welche Rolle openDesk auf dem Weg zu einem souveränen Arbeitsplatz in der Bundesverwaltung spielt. Im Fokus stehen die aktuellen Einsatz- und Pilotierungsszenarien, Anforderungen an Sicherheit und Compliance sowie die Einbindung in die Modernisierungsagenden von Bund und Ländern. Darüber hinaus geht es um die Zusammenarbeit mit Ländern, Kommunen und europäischen Partnern und um die Frage, wie aus openDesk eine breit einsetzbare, sichere und skalierbare Lösung für die Öffentliche Verwaltung werden kann.

16:00 Uhr
Collabora Office: Souveräne Dokumenten-Zusammenarbeit leben

Thorsten Behrens (Managing Director Germany, Collabora Productivity Germany)
Digitale Souveränität lässt sich nicht durch einzelne Anbieter realisieren – sie entsteht durch ein partnerschaftliches Ökosystem. Collabora Online – der leistungsstarke Dokumenteneditor im Herzen von openDesk – verwandelt „Digitale Souveränität“ für die Öffentliche Verwaltung von einem politischen Ziel in gelebte Praxis: durch gemeinsame Standards, interoperable Formate und Zusammenarbeit. Der Vortrag stellt die neuesten Funktionen von Collabora Online vor, die nahtlose Integration in openDesk sowie das plattformübergreifende Angebot, das eine sichere, effiziente und kollaborative Umgebung für vertrauensvolles Teamwork schafft.

16:45 Uhr
Best of Breed, gemeinsam gebaut: Souveränität in openDesk

Hato Nordeck (CEO, Nordeck IT + Consulting)
Mit Jitsi und NeoBoard liefert Nordeck Video und Whiteboard für openDesk – zwei spezialisierte Open-Source-Bausteine im Best-of-Breed-Ansatz der Plattform. An drei Praxisbeispielen zeigen wir, wie daraus Souveränität entsteht: gehärtete Jitsi-Images, die upstream an die Community gingen und in die openDesk-Helm-Charts eingeflossen sind, ein Whiteboard, das bewusst auf Matrix-Infrastruktur statt auf ein eigenes Backend setzt; und Funktionen, die gemeinsam mit Lehrkräften für den Digitalen Arbeitsplatz Baden-Württemberg entwickelt wurden.

Tag 2 | 14. Oktober

10:00 Uhr
Jira Exit: Erfolgreich zu OpenProject migrieren

Rosanna Sibora (CPO, OpenProject)
Organisationen suchen nach einer Alternative zu Jira, um Abhängigkeiten zu reduzieren, die Kontrolle über ihre Daten zurückzugewinnen, Kosten planbar zu halten und eine nachhaltige digitale Infrastruktur aufzubauen. Dieser Vortrag gibt praxisnahe Einblicke in den Wechsel von Jira zu OpenProject, der Open-Source-Plattform für Produkt- und Projektmanagement, und zeigt, was OpenProject auszeichnet, wie ein erfolgreicher Wechsel gelingt, welche Best Practices dabei unterstützen und warum OpenProject weit mehr als eine Jira-Alternative ist: eine souveräne Plattform für die Zusammenarbeit mit voller Kontrolle über Daten, Infrastruktur und KI.

10:45 Uhr
Der Digitale Arbeitsplatz für Lehrkräfte

Mario Schmid (Regierungsschuldirektor, Ministerium für Kultus Baden-Württemberg)
Der Digitale Arbeitsplatz für Lehrkräfte (DAP) ist Baustein der modularen digitalen Bildungsplattform SCHULE@BW und basiert auf openDesk. Der DAP ist an über 80.000 Lehrkräfte in Baden-Württemberg ausgerollt und Digitale Souveränität im täglichen Produktivbetrieb. Der Vortrag gibt Einblick in den DAP und stellt technische sowie prozessuale Hintergründe dar.

11:30 Uhr
openCode – Software sicher entwickeln und bewerten

Alexandros Bouras (Teamlead Plattform openCode, ZenDiS)
Auf openCode können Behörden Open-Source-Software nicht nur austauschen und gemeinsam entwickeln: Mithilfe der openCode Security Suite wird IT-Sicherheit in den Softwareentwicklungsprozess automatisiert sowie optimiert verankert und die Bewertung von Software anhand standardisierter Kriterien nachvollziehbar gemacht. Wir zeigen, welchen Beitrag openCode zu einem sicheren Softwareentwicklungsprozess (sSDLC) im Kontext des Deutschland-Stacks leistet und damit eine wichtige Infrastrukturkomponente für die souveräne Digitalisierung des Staates bildet.

12:15 Uhr
Nachhaltiges Secrets Management mit OpenBao

Felix Kronlage-Dammers (Country Manager, Adfinis) & Andrii Fedorchuk (Team Lead Software Engineering,
Adfinis)
Digitale Souveränität hat viele Facetten – Secrets Management wird in diesem Zusammenhang noch häufig unterschätzt. In zunehmend komplexer werdenden Umgebungen ist Secrets Management ein elementarer Baustein. OpenBao, der von der Linux Foundation und OpenSSF getragene Vault-Fork, bietet eine offene Alternative. Mit Secretz Enterprise stellt Adfinis, Co-Maintainer und aktueller TSC-Chair des Projekts, Enterprise Support mit planbarem Flat-Fee-Modell, 24/7-Support und Upstream-First-Commitment für OpenBao bereit. Der Vortrag zeigt, wie Öffentliche Verwaltungen Secrets Management souverän, auditierbar und ohne "Success Tax" betreiben können.

13:00 Uhr
Interoperabel für Digitale Souveränität

Dr. Patrick Alberts (Managing Director, Element)
Ein Staat ist nicht souverän, wenn seine Kommunikation in einem geschlossenen System gefangen ist. Digitale Souveränität braucht einen offenen, interoperablen Standard – wie E-Mail oder das Telefonnetz. Matrix ist dieser Standard, dezentral und resilient von Grund auf. openDesk nutzt Element, das auf Matrix basiert, als Chat-Komponente. So erreichen Nutzende jede Matrix-Organisation – einschließlich grenzüberschreitende Partner wie die EU-Kommission, Frankreichs LaSuite, Schwedens SAFOS und die niederländische MijnBureau. Wir zeigen, wie der offene Matrix-Standard Interoperabilität in echte Digitale Souveränität umsetzt.

13:45 Uhr
Digitale Handlungsfähigkeit systematisch bewerten

Dr. Lea Beiermann (Partnership Lead, ZenDiS)
Wie können Behörden ihre Digitale Souveränität stärken? Bisher fehlen geeignete Kriterien, um Status quo und Fortschritte systematisch zu erfassen. Bestehende Modelle wie das EU Cloud Sovereignty Framework und C3A des BSI fokussieren auf Cloud-Souveränität. Das Zentrum Digitale Souveränität (ZenDiS) entwickelt diese Ansätze zu einem umfassenden Bewertungsmodell für die Öffentliche Verwaltung weiter. Der Kriterienkatalog umfasst technische und organisatorische Aspekte: von offenen Standards über Beschaffung bis Strategie. Wir zeigen, wie Verwaltungen kritische digitale Abhängigkeiten analysieren und konkrete Handlungsoptionen ableiten können.

14:30 Uhr
Identität verbindet: IAM als Souveränitätsfrage

Sebastian Berndt (Key Account Manager, Univention)
Digitale Souveränität entsteht dort, wo Menschen, Organisationen und Anwendungen sicher und flexibel zusammenarbeiten können. Die Voraussetzung dafür ist ein gemeinsames, offenes Identitäts- und Zugriffsmanagement (IAM): Es verbindet Fachverfahren und Kollaborationswerkzeuge, schafft klare Zuständigkeiten, erhöht Sicherheit und reduziert Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern. Der Vortrag zeigt, wie eine offene IAM-Basis zur strategischen Infrastruktur wird. Am Beispiel von Nubus wird deutlich, wie offene Standards und ein starkes Ökosystem Wahlfreiheit, Datenschutz und nachhaltige Digitalisierung im öffentlichen Sektor ermöglichen.

15:15 Uhr
Migration des EU-Parlaments von Confluence zu XWiki

Clément Aubin (Head of Sales and Professional Services, XWiki)
Digitale Souveränität verlangt mehr als die Einführung eines neuen Tools. Der öffentliche Sektor muss sich von proprietären Anbietern lösen, gestützt durch ein Ökosystem, das Kontinuität in großem Maßstab sicherstellt. Wir teilen praktische Erkenntnisse aus der Migration des EU-Parlaments (15.000 Nutzende, 700 Bereiche) zur Sicherung von Berechtigungen, Strukturen, Makros und Links, Finanzierung nachnutzbarer Migrationstools und Change-Management. Wir zeigen, wie Kooperation zwischen Institutionen, Open-Source-Anbietern, Communities und Servicepartnern komplexe Migrationen in nachnutzbare Ressourcen für einen souveränen Staat verwandeln kann.

16:00 Uhr
Nextcloud & openDesk: Digitale Souveränität zusammen stärken

Frank Karlitschek (CEO, Nextcloud)
Nextcloud Files ist die Komponente für sichere Dateisynchronisation und Dateifreigabe in openDesk. Organisationen können Dateien speichern, gemeinsam bearbeiten und von überall darauf zugreifen – bei voller Kontrolle über ihre Daten und Infrastruktur. In dieser Session zeigt Frank Karlitschek, wie Nextcloud Files die Grundlage für einen souveränen digitalen Arbeitsplatz schafft – mit sicherer Zusammenarbeit, offenen Standards und nahtloser Integration in das openDesk-Ökosystem.

16:45 Uhr
openDesk VS-NfD-konform mobil nutzen – am Beispiel genua

Alexander Smolianitski (Leiter Produkte & Delivery, ZenDiS) & Paula Hemker (Presales Consultant, genua)
Staatlich gesponserte Angriffe, KI-gestützte Schadsoftware und verschärfte Regulierung (NIS-2, CRA) setzen Behörden unter Druck: Mobiles Arbeiten muss möglich sein – ohne Abstriche beim VS-NfD-Standard. Am Beispiel des Partners genua, einer Tochter der Bundesdruckerei, zeigen wir, wie openDesk sicher unterwegs genutzt wird: mit einem integrierten Ökosystem aus hardwareunabhängiger Software, vorkonfigurierten Notebooks und Kernnetz-Infrastruktur. Use-Cases zeigen, wie sich die genusecure-Suite rund um openDesk in wenigen Schritten ausrollen lässt – ohne Eingriffe in Admin-Prozesse, ohne Fragmentierung der IT.

17:30 Uhr
openDesk als Notfallarbeitsplatz und im Kundenprojekt

Nico Appelfeller (Consultant openDesk, Telekom) & Matthias Bender (Portfoliomanager openDesk, T-Systems)
Erfahrungsbericht und Insights aus der Praxis bei Einsatz von openDesk als Notfallarbeitsplatz (Cloud-basierte Kommunikation im Krisenfall – CKKI) und aus einem Kundenprojekt.

Tag 3 | 15. Oktober

10:00 Uhr
Sichere Softwarelieferketten & Community statt Hotfixes

Stefan Barth (Stellvertretende Programmleitung PLAIN, Auswärtiges Amt)
Neue Sicherheitslücken entstehen täglich – doch der Kampf gegen CVEs muss nicht von jeder Behörde allein geführt werden. PLAIN, die DevOps-Plattform des Bundes vom Auswärtigen Amt, und ZenDiS schaffen gemeinsam eine sichere Softwarelieferkette mit gehärteten Container-Images, automatisierten Sicherheitsupdates und wiederverwendbaren Open-Source-Bausteinen. Der Erfolgsfaktor ist die Community: Bundesministerien und Behörden entwickeln, verbessern und teilen sichere Basiskomponenten gemeinsam – für ein starkes Sicherheitsökosystem und mehr Digitale Souveränität.

10:45 Uhr
openDesk denkt mit – KI-Agenten für den Verwaltungsalltag

Alexander Smolianitski (Leiter Produkte & Delivery, ZenDiS) & Dr. Dieter Bolz (IT-Entwicklung, ZenDiS)
KI ist in aller Munde – und jetzt auch in openDesk. In dieser Session geben wir erstmals einen Blick hinter die Kulissen: Wir zeigen neue KI-Funktionen, die die Hersteller in ihren openDesk-Komponenten bereitstellen, und präsentieren einen ersten Prototypen für einen Agentenmodus innerhalb von openDesk. Das Ziel: Agenten sollen den Arbeitsalltag von repetitiven Prozessen entlasten, damit Kolleg:innen in der Öffentlichen Verwaltung ihre Arbeit noch souveräner erledigen können – mit KI, die sicher, nachvollziehbar und unter eigener Kontrolle bleibt. Ein erster Schulterblick auf das, was kommt.

11:30 Uhr
Krisentauglich: openDesk als Notfallarbeitsplatz

Malin Roppel (Projektmanagerin, ZenDiS)
Ransomware oder DDoS-Angriffe können Verwaltungen binnen Stunden lahmlegen. Im EU-geförderten Verbundprojekt CKKI haben die Deutsche Rentenversicherung Bund, die Bundesagentur für Arbeit, BITMARCK und BG-Phoenics gemeinsam mit Schwarz Digits, IONOS, T-Systems und dem ZenDiS erprobt, ob und wie openDesk als Notfallarbeitsplatz eingesetzt werden kann. Das Ergebnis: openDesk hat sich in Notfalltests unter Realbedingungen als krisentauglich erwiesen, auch die Migration zwischen Cloud-Infrastrukturen gelang. Im anschließenden Konsultationsprozess wurden die Anforderungen an openDesk als Notfallarbeitsplatz geschärft.